Grafiken

Grafiken haben sich über die Jahrhunderte in ihrer Gestaltung stark verändert

Alle Techniken zur Erstellung von Grafiken -ob Einblattholzschnitt, Kupferstich, Radierung, Schabtechnik oder  Lithografie- wurden zur Zeit ihrer Entwicklung nicht für einen speziellen künstlerischen Gebrauch entwickelt und daher auch zunächst nicht gezielt von Künstlern genutzt

Grafiken von Michael Ferner - Sternzeichen 'Fische'
Michael Ferner – „Sternzeichen Fische“

 

Wann sind Grafiken Originale ?

Die handgeschriebene Unterschrift unter einem Werk des betreffenden Künstlers verbürgt, dass es sich um eine Original-Druckgrafik handelt, bei der die Druckform vom Künstler selbst geschaffen wurde und im Handdruckverfahren und in limitierter Auflage von ihm oder einem Drucker abgezogen wurde. Für die Signatur der Grafiken wird meistens Bleistift verwendet, weil eine Bleistiftsignatur nur schwer wegzuradieren oder zu verändern ist, ohne dabei die Papierfasern zu beschädigen. Die Signatur wird üblicherweise in der unteren rechten Ecke angebracht. Der etwaige Titel der Grafik steht in der Mitte

'berlin wall trabi'

Das einzelne, durch den Druckprozess entstehende Blatt nennt man Abzug, die Gesamtzahl der Abzüge heißt die Auflage. Die Höhe der Auflage zu bestimmen, ist das Recht des Künstlers

Die Auflage wird der Druckfolge nach durchnummeriert. Eine Druckgrafik, die beispielsweise die Kennzeichnung 20/100 trägt, ist der 20. Druck einer Auflage von 100 Stück. Die Nummerierung wird üblicherweise in der unteren linken Ecke des Abzuges vermerkt

Grafiken von Heinz Voss - Wasser
Heinz Voss – „Wasser“
Grafik von Heinz Voss - Titel 'Erde'
Heinz Voss „Erde
Heinz Voss Grafiken - Titel 'Feuer'
Heinz Voss – „Feuer“
Original Grafiken von Heinz Voss - Luft
Heinz Voss „Luft

Original Grafiken sind in der Regel ungerahmte einzelne „Blätter“. Nicht selten sind die Blätter der Grafiken, wie hier oben zu sehen, ungleichmäßig. Um eine gleichmäßige Darstellung zu erreichen wird bei der individuellen Einrahmung mit Passepartouts gearbeitet, durch welche die sichtbaren Flächen auf eine einheitliche Größe formatiert werden

Einige Drucke der Grafiken (maximal 10 Prozent der Auflage) werden mit „E.A.“ oder „Epreuve d’artiste“ gekennzeichnet. Dies sind so genannte Künstlerdrucke, die außerhalb der verkauften Auflage vorweg für den Künstler selbst gedruckt werden. Seriös ist es, wenn ein Künstler auch diese Serie nummeriert. Dies geschieht zur Unterscheidung von der normalen Nummerierung in römischen Ziffern, also etwa „E.A./ IV.“ Üblich ist auch die Bezeichnung „h.c.“ oder „hors de commerce“ („nicht für den Handel“)

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Probedrucke sind Zustandsdrucke (auch epreuve d’etat), die während der Arbeit an der Platte entstehen und werden häufig mit P/A (Probeabzug) gekennzeichnet. Der Probeabzug setzt eine weitere Veränderung der Arbeit voraus. Sie können besonders aufschlussreich sein, weil sie Einblick in die Arbeitsweise des Künstlers geben und weil an ihnen die Entstehung der Grafiken verfolgt werden kann

Grafik - Titel 'hat'

 

Zuschussabzüge sind Abzüge, die zusätzlich zur Auflage gedruckt werden, um gegebenenfalls einen fehlerhaften Abzug ersetzen zu können

Vorzugsdruck werden Drucke auf besonders ausgewähltem Papier genannt, die für die normale Auflage nicht verwendet worden ist. Im Allgemeinen sind sie römisch nummeriert

Den Beginn der Fertigung von Grafiken bildeten wohl die „Einblattholzschnitte“. Als Einblattholzschnitt bezeichnet man die frühesten Werke des Bilddruckes in Mitteleuropa, die zwischen 1400 und 1550 als Einzelblätter unabhängig von Buch- und Textdrucken hergestellt wurden. Voraussetzung für ihre Entstehung war das Vorhandensein von Papier*

Grafiken (oft auch „Kunstdrucke“ genannt, obwohl Kunstdrucke in der Regel unlimitiert verbreitet werden und die Bezeichnung als Grafik insofern nicht korrekt ist) werden seither in unterschiedlichen Verfahren hergestellt, mehr dazu finden Sie hier.

Grafik in Anlehnung an Salvador Dali - Titel 'time'

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*Textauszug (angepasst) aus Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Grafik

 

 

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