Bilderrahmen Gold

Bilderrahmen Gold

Blattvergoldungen sind seit der Antike bekannt. In ägyptischen Gräbern sind an Mumien, Särgen usw. heute noch gut erhaltene Vergoldungen zu finden
Totenmaske des Tutanchamun

Erste Vergoldungen an Bilderrahmen gab es in der Gotik, als an dem Wasserschlag Verzierungen vergoldet wurden und fanden ihren Höhepunkt in der Vergoldung von prunkvollen Louis-XIII-Rahmen

Barock Bilderrahmen Gold

 

Bilderrahmen Gold

Bilderrahmen Gold - Beispiel 'Eichenlaub'

Die Vergoldung von Bilderrahmen ist ein sehr aufwändiges Verfahren

Für Bilderrahmen wird die sog. Polimentvergoldung eingesetzt.
Die Polimentvergoldung oder auch Polimentglanzvergoldung kommt nur in Innenräumen zur Anwendung, da ihre technische Struktur keinen Schutz vor Feuchtigkeit gewährt. Diese Vergoldungsart ist einzigartig, da mit einem viertausendstel Millimeter dicken Blattgold Oberflächen geschaffen werden, die von massivem Gold nicht zu unterscheiden sind

Als Auflage dient der Polimentvergoldung ein Kreidegrund aus Champagner- oder Bologneser-Kreide, die mit organischem Leim gebunden ist. Dieser Kreidegrund wird in mehreren Schichten, meist 4-8 Schichten, aber teilweise auch bis zu 20, aufgetragen. Die Anzahl der Schichten richtet sich nach der Weiterverarbeitung. Die Polierfähigkeit nimmt zu, je mehr Kreidegründe aufgetragen werden

Auf den getrockneten und anschließend geschliffenen Kreidegrund erfolgt der Polimentaufstrich.
Dazu wird ein feiner Bolus von meist roter, gelber oder graublauer Färbung benutzt. Dieser Ton wird, nachdem er mit venezianischer Seife (eine Seife auf Olivenölbasis) und organischem Leim (meist Hautleim) oder Eiweiß präpariert wurde, nun Poliment genannt

Nachdem der Polimentaufstrich aufgetragen und getrocknet ist, wird die Stelle, die nun vergoldet werden soll, mit der „Netze“ (Wasser und 15 bis 30-prozentigem Ethanol in früherer Zeit auch Branntwein) angefeuchtet. Es wird destilliertes oder osmolisiertes Wasser verwendet, um Kalkflecken auf der fertigen Vergoldung zu vermeiden

bilderrahmen gold - auftragen der netze© Raimond Spekking

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Das Bilderrahmen Gold wird mit dem Anschießer aufgetragen oder früher mit dem Bilboquet in die mit Netze befeuchtete Stelle „angeschossen“. Es wird deshalb ‚angeschossen‘ genannt, da die Netze eine ganz geringe Oberflächenspannkraft hat und somit das Blattgold schlagartig auf die Flüssigkeit schießt.

Als Anschießer wird ein flacher Pinsel bezeichnet. Er besteht bei der Verarbeitung von Blattgold meist aus Fehhaar [Feh bezeichnet das graue Winterfell mit weißer Bauchseite des Eichhörnchens, insbesondere das der östlichen (sibirischen) Unterart], das zwischen zwei Pappstreifen montiert ist

bilderrahmen gold - aufschiessen des blattgolds© Raimond Spekking

Beim Anschießen von Echtsilber wird auch ein Anschießer verwandt, allerdings mit viel dickeren Haaren

Der Anschießer wird leicht gefettet. Je nach zu verarbeitendem Blattmetall werden unterschiedliche Fette benutzt

Bei Bilderrahmen Gold ist es üblich, den Anschießer durch Streichen über die eigene Wange oder das Haupthaar leicht anzufetten; bei Blattsilber wird ein sehr gutes Ergebnis mit Petroleum erreicht

Nachdem die gesamte Fläche so vergoldet und anschließend durchgetrocknet ist, kann das Bilderrahmen Gold mit einem Polierstein (Hämati, Achat) auf Hochglanz gebracht werden*

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*Textauszug (angepasst) aus http://de.wikipedia.org/wiki/Vergolder

 

 

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